Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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daß man ſich eifrig mit meinem Schickſal beſchaftigte. Außer der Tante, bel der ich wohnte, war eine ihrer Schweſtern zum Beſuch gekommen, und auf dem Tiſche lag ein Brief meines Vormunds, in dem dieſer ſeinen Willln in Betreff meiner ſchriftlich kund that, ſo daß ein vollſtändiger Familienrath beiſammen war. Ein anderes ſtimmführendes Mitglied bei dieſer Verhandlung war eine gute alte Perſon, die in meinem väterlichen Hauſe Wirthſchafterin geweſen war und mich ſehr ver⸗ hätſchelt hatte. Sie trug noch beſtändig eine große

Liebe zu mir, und wenn ſie mich irgendwo auf der

Straße oder ſonſtwo erblickte, brach ſie in Thränen aus und jammerte über meinen ſeligen Vater, daß er ſo früh geſtorben und ich dadurch ihrer trefflichen Leitung entzo⸗

gen worden ſei. Auch jetzt hatte ich mich kaum in dem

Zimmer blicken laſſen und Platz hinter dem Ofen ge⸗ nommen, als ſie mich wehmüthig anſah, Naſe und Mund heftig verzog und ihr Schnupftuch hervorſuchte, um ei⸗ nige herabrollende Thränen abzutrocknen.

Meine Großmutter, die viel feſterer Natur war, ſagte ihr dagegen verweiſend:Weine Sie doch nicht, Jungfer Schmiedin; dem Jungen wird nichts Leides geſchehen: Unkraut verdirbt nicht.Ach, ſchluchzte die Schmie⸗ din dagegen,wenn doch der ſelige Herr noch lebte! da müßte der Junge ſtudiren und ein Pfarrer werden, wie der ſelige Großvater. So hat der ſelige Herr immer