Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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3 erlaubt, ein anderes Geſchäft zu ergreifen, als wozu mich die Vorſehung und einiger Geldmangel beſtimmt hatten.

Ich hatte keine Eltern mehr und befand mich im Hauſe und unter der Aufſicht einer Tante, die Wittwe war und einen kleinen Laden führte, wo ich ihr in meinen Freiſtunden huͤlfreiche Hand leiſtete. Ich fertigte ausgezeichnete Papier⸗ düten und hatte es ſchon ſo weit gebracht, daß ich ein Pfund Zucker oder Kaffe abwiegen konnte, als die Zeit herankam, wo ich in's Leben treten ſollte. Meine Groß⸗ mutter hatte damals ihren Wohnort im Hauſe meiner

Tante aufgeſchlagen. Es war eine gute alte Frau, mit der

ich aber nie im beſten Einverſtändniſſe lebte. Noch ſehe ich ſie auf ihrem großen geſchnitzten Lehnſtuhle ſizen, auf einem Kiſſen von geſtreiftem Kattunzeug, das ſie alle Sonnabend zu einer beſtimmten Stunde mit einem friſchen Ueberzuge verſah. Neben ihr auf dem Tiſche lagen meh⸗ rere Sammlungen alter Predigten, die ſie Gott weiß wie oft ſchon durchgeleſen hatte. Auf dem oberſten dieſer Bücher lag eine ſilberne Brille, die ſie beim Leſen ge⸗ brauchte. Ihr Anzug ſtammte aus der Zeit ihrer Ju⸗ gend und wurde zum Theil aus einer kleinen Eitelkeit beibehalten; ſie behauptete, die jetzigen Trachten ſeien ge⸗ ſchmacklos und häßlich, und wenn ſie auf dieſes Kapitel zu ſprechen kam und gut gelaunt war, vertraute ſie mir oftmals, was für ein ſchönes Mädchen ſie geweſen ſei und welches Aufſehen ſie in ihren dermaligen Kleidern