Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
Einzelbild herunterladen

271

bendem Tone fragte:Und bei all' dem Glück willſt Du mich plötzlich verlaſſen, mein Herz, meine einzige Freundin?

Es muß ſein, Hildegard, und ich nehme es ja deß⸗ halb nicht ſo ſchwer, da ich ja doch wohl hoffen darf, Dich recht bald wieder zu ſehen; ich hatte ſoeben eine lange Unterredung mit meinem Bruder, und der Himmel ſei gelobt, er fühlt ſich ſelbſt ſo glücklich, daß er es ſchon ertragen kann, mich unglücklich zu wiſſen unglücklich durch meine unbegreifliche Thorheit, drei ſo glänzende Partieen ausgeſchlagen zu haben!

Aber Du gehſt nach der Stadt zurück und bleibſt dort, bis wir kommen?

Das hoffe ich eben ſo ſehr, als auf ein heiteres, frohes Wiederſehen.

Ich kann und darf nicht den Verſuch machen, Dich zu halten, ſagte Hildegard,denn nach dem, was Du mir anvertraut, bin ich überzeugt, daß auch Du Deinem Glücke entgegengehſt.

So verließ denn Ellen, nachdem ſie auf's Herzlichſte Abſchied genommen hatte von der Frau Gräfin und dem Grafen Willibald Ferrner, bald darauf ebenfalls das Schloß, und zwar in einer Equipage des Letzteren, dem ein zweiter Wagen folgte, in welchem ſich der Haushof⸗ meiſter, Herr Fackler, befand, der ſich nach der Stadt