Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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verfügte, um das Haus Seiner Excellenz des Herrn Oberſtjägermeiſters zur Aufnahme der Herrſchaften mög⸗ lichſt ſchnell in gehörigen Stand zu ſetzen. Dabei hatte er aber den geheimen Auftrag und gemeſſenſten Befehl Sei⸗ ner Erlaucht, die junge Dame, der er folgte, ſogleich in das Palais zu geleiten, ſie dort unterzubringen und für ſie zu ſorgen, als wäre ſie eine Tochter des Hauſes; und Herr Fackler beſorgte dieſe Miſſion mit der Würde und der Umſicht, die ihm eigen war.

Da fuhr denn Ellen abermals über die ſanft auf und ab ſteigende Straße dahin, von welcher, wie von den Feldern ringsumher, aller Schnee verſchwunden war vor dem warmen Hauch der jetzt ſchon milde wehenden Frühlingsluft, und als ſie die Höhe erreicht hatte, von wo ſie Moorfeld ſehen konnte, ſowie das gaſtliche Dach des guten Arztes, warf ſie einen dankerfüllten Blick hin⸗ über und grüßte es mit den Worten:Auf hoffentlich baldiges Wiederſehen, mein lieber, edler Freund! An dem klaren, dunkelblauen Himmel zogen leichte weiße Wolken, und als ſie hoffend, fragend aufwärts blickte, erhob ſich neben ihr aus friſch grünem Saatfelde die erſte Lerche, wie um durch ihren jubilirenden Schlag eine glückverheißende Antwort zu geben.

Da war auch ſchon Perlenbach, und als Ellen nun wieder in der Ecke des Eiſenbahnwagens ſaß, und von