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„Verrätherin! wie mich das Wort entzückt, Gräfin Hildegard, verrathen kann man nur Beſtehendes!“
„Laß mich reden,“ bat Ellen mit leiſer, weicher Stimme,„laß mich ihn und auch Dich glücklich machen, laß mich ihm ſagen, daß Du ihn geliebt haſt— und noch liebſt!“
Nach dieſen Worten richtete ſie ſanft ihre Freundin auf, und als ſie Thränen in ihren Augen ſah, lindernde, verſöhnliche Thränen, vielleicht Thränen des Glücks, ver⸗ ließ ſie das Zimmer in dem Bewußtſein, zwei ſelige Menſchen dort zurückzulaſſen.
———— Un den Kreis unſerer Unterredungen zu ſchließen, ſo müſſen wir auch noch einer derſelben er⸗ wähnen, welche Seine Majeſtät kurz vor ſeiner Abreiſe mit Herrn von Roſenthal hatte, und worin der König, nachdem er anerkennend über die Dienſte geſprochen, welche Jener ihm bei gewiſſer Gelegenheit geleiſtet, hinzu⸗ ſetzte:„Ich ſpreche zu gleicher Zeit im Namen meines Sohnes, wenn ich Ihnen dafür eine ehrenvolle Beloh⸗ nung vorſchlage. Der Kronprinz, deſſen plötzlicher Haß gegen Sie eben ſo raſch wieder einer großen Zuneigung gewichen, wie ich ſchon oft bei minder erfreulichen Ge⸗ legenheiten erfahren,“ ſetzte er mit einer gefälligen Hand⸗ bewegung hinzu,„wünſcht Sie um ſeine Perſon zu haben, was mir um ſo angenehmer iſt, lieber Roſenthal, da ich


