Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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„Weil ich gewiſſermaßen bei dieſer Geſchichte betheiligt war,“ erwiederte Herr von Roſenthal in ſehr langſamer Weiſe, während er mit ſeinen Fingern leicht auf die Bett⸗ decke trommelte—„weil— weil gerade ich in dem Un⸗ willen, welcher alle rechtlich und ehrenhaft Denkenden über jenes unverantwortliche Betragen erfüllte, vielleicht zu weit gegangen bin.“

„Sie reden für mich gänzlich in Räthſeln!“

„Deren Auflöſung ich auch wahrhaftig nicht im Stande bin, Ihnen zu geben.“

„Sie ſagten mir, Sie ſeien in Ihrem Unwillen über jene Erbärmlichkeit vielleicht zu weit gegangen, alſo nehmen Sie mehr als jeder Andere ein edles Intereſſe an Dem, was meiner Tochter, einer jungen, und wenn man will ſchutzloſen Dame widerfahren.“

„O Herr Graf, Jedermann, der es erfuhr, nahm daran den regſten Antheil, und es war nur ein Schrei der Entrüſtung.“

„Aber Niemand fand ſich, der es der Mühe werth hielt, für die Gräfin Ferrner in die Schranken zu treten, Niemand, der ſich berufen fühlte, eine ſolche Handlung zu züchtigen?“

Hier lächelte Herr von Roſenthal auf eine eigenthüm⸗ liche Art, befühlte auch leicht die wunde Stelle ſeiner Bruſt und ſagte alsdann:„Glauben Sie mir, Herr Graf,