Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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in Betreff des Oberſthofmeiſters, und bedauerte es, ſo gar kein entſchuldigendes Entgegenkommen bei Tönning gefunden zu haben; es thut Einem leid, ſagte Seine Majeſtät, wenn man ſieht, wie es alten Bekannten ſo leicht wird, uns zu verlaſſen, und wie Andere ſich wohl dabei zu fühlen ſcheinen, uns der nichtigſten Urſachen wegen fern zu bleiben.“

„Der nichtigſten Urſachen wegen fern zu bleiben,“ wiederholte Graf Ferrner,„was meinten Seine Majeſtät wohl damit?“

„Ich weiß das nicht genau, doch fiel es in die Zeit, wo dem Könige Vorſchläge gemacht worden waren zur Beſetzung der Stelle Tönning's, ſowie anderer vakanten oberſten Hofſtellen.“

Hier verſank Graf Ferrner in tiefes Nachſinnen und ſagte nach einer Pauſe, während welcher er einen Blick rückwärts in das Zimmer gethan und befriedigt ſchien, als er ſeinen Sohn beſchäftigt bemerkte, die junge Dame lebhaft zu unterhalten, und indem er ſeine Hand auf den Arm des Kranken legte:„Ein Wort im Vertrauen, Baron Roſenthal; es iſt da drunten in letzterer Zeit noch eine andere Geſchichte vorgefallen, die Ihnen gewiß in ihren

Einzelnheiten bekannt iſt, weßhalb ich Ihnen kaum zu ſagen brauche, daß mich dieſelbe auf eine ſehr unange⸗ nehme Art beſchäftigt.“