Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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ſchichte jener Wette mit dem Oberſthofmeiſter von Tön⸗ ning, von der er nur im Allgemeinen hatte reden gehört, wie dieſer bei dem unglücklichen Verſuche, wiſſentlich eine Lüge zu ſagen, nicht nur ſein Amt verloren hatte, ſon⸗ dern was noch ſchlimmer war, wahrſcheinlich in Betreff ſeiner Heirath einen recht dummen Streich gemacht.„Daß Seine Excellenz ſo rapid hinabgleiten würde,“ ſagte Herr von Roſenthal,„daran hatte ich allerdings nicht gedacht, indem ich jene Wette vorſchlug, und es that mir auf⸗ richtig leid, denn Baron Tönning war bei alledem ein gediegener Charakter und vortrefflicher Freund, ein wenig halsſtarrig und ſchließlich auf eine unbegreifliche Weiſe verliebt in jene Dame, die er zu ſeiner Frau machte; hätte er ſich nur ein wenig pliant gegen Seine Majeſtät gezeigt, ſo würde ſich noch die Sache für ihn leidlich arrangirt haben; aber,“ ſetzte Herr von Roſenthal mit einem für den geraden Charakter des Grafen unbemerk⸗ baren, lauernden Blick hinzu,„es iſt da unten, beſonders ſeit der Verlobung des Thronerben, Mode geworden, nach der jungen Morgenröthe zu ſchielen und ſich zu⸗ weilen der alten Majeſtät gegenüber etwas halsſtarrig zu bezeigen.“

Graf Willibald machte ein bedenkliches Geſicht.

„Ja, der König ſprach mir darüber bei der letzten vertraulichen Unterredung, die ich mit ihm hatte, gerade