Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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glaubte ſchon dem Arzte, welcher das Zimmer verließ, folgen zu dürfen, als Graf Hugo, nachdem er lachend einige Worte mit Herrn von Roſenthal gewechſelt, wieder raſch hinter dem Vorhange hervorkam und die junge Dame in verbindlichem Tone bat, ein paar Augenblicke mit ihr plaudern zu dürfen, während ſich die beiden Herren nebenan, wie er ſich ausdrückte, wahrſcheinlich von ſehr ernſten und höchſt vernünftigen Dingen unterhalten würden.

Darin hatte Graf Hugo auch durchaus nicht fehl ge⸗ rathen, und nachdem ſich der alte Graf Ferrner theil⸗ nehmend nach Roſenthal's Befinden erkundigt und mit großem Intereſſe die Einzelnheiten des Duells erfahren, auch ſein Bedauern ausgedrückt, daß er nicht ſchon im vorigen Sommer ſo glücklich geweſen ſei, Herrn von Ro⸗ ſenthal's Bekanntſchaft zu machen, brauchte es nur noch eines kleinen Ueberganges von den Reizen des Landlebens auf die Annehmlichkeiten der großen Reſidenz, um die beiden Herren in ein Fahrwaſſer zu bringen, worin ſie mit großer Sicherheit einem beinahe gemeinſamen Ziele zuſteuerten; Graf Ferrner, indem er nach intimen Hof⸗ verhältniſſen forſchte, Roſenthal, indem er Dichtung und Wahrheit davon berichtete, und zu gleicher Zeit deutlich fühlte, daß ſein verehrter Gaſt ſtarke Farben liebte.

Sehr unterhalten hatte den Grafen Ferrner die Ge⸗

Hackländer, Geſchichten im Zickzack. IV. 3