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der Rappe des Grafen Hugo ganz vortrefflich ſprang, wozu ihm ſein Herr, ſo oft ſich eine Hecke oder ein Gra⸗ ben zeigte, die beſte Gelegenheit bot; während Graf Willi⸗ bald in einem geſtreckten Jagdgalopp ſeinen Weg ver⸗ folgte, ohne indeſſen den Sohn hinter ſich zurück zu laſſen. So verſchieden ſolchergeſtalt die Gangart war, mit der ſie ſich fortbewegten, eben ſo wenig Aehnlichkeit hatten auch Vater und Sohn ſowohl im Aeußeren, als auch in ihrem Charakter miteinander.
Graf Hugo war hoch und ſchlank gewachſen und konnte für einen hübſchen jungen Mann gelten, er hatte blondes, krauſes Haar und einen großen Schnurrbart von gleicher Farbe; doch machte ſein Geſicht keinen ange⸗ nehmen Eindruck, er hatte von ſeinem Vater die buſchigen Augenbrauen und den düſteren Blick, der bei ihm oben⸗ drein noch unſicher und unſtät war, wozu noch kam, daß der eigenthümlich harte Zug um den Mund, der ſich von der Großmutter auf ihn vererbt hatte, ſeinem Ge⸗ ſichte einen unangenehmen Ausdruck von Stolz und Hoch⸗ muth verlieh, und ſein Lächeln häufig als ein verächt⸗ liches erſcheinen ließ, wenn auch zu dieſem Ausdrucke durchaus keine Veranlaſſung vorlag. Im Charalter glichen ſich Vater und Sohn ungefähr ſo, wie die ſtarke, un⸗ beugſame Eiche dem ſchlanken Rohre gleicht, das nur bei ruhiger Luft hochmüthig den Kopf erhebt, von jedem


