Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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Hände gegen die Glut ſtreckend, und dann auf die höf⸗ lichſte Art fragend, ob es ihr auch nicht im Ge⸗ ringſten unangenehm ſei, wenn er ſich zu einer Taſſe Thee zu Gaſte lüde.

Ich habe mir das in Ihrem eigenen Hauſe nicht gut erlauben können, erwiederte Ellen raſch und auf's Angenehmſte berührt von den freundlichen und wohl⸗ wollenden Manieren des Arztes; er hatte überhaupt etwas Vertrauenerregendes in ſeinem Geſichte, beſonders im Blick der Augen und in einem häufig ſchalkhaften Lächeln um den breiten Mund. Schön war er keineswegs, nicht einmal hübſch, der gute Doktor, auch ſchon ſtark über die erſte Blüte der Jugend hinaus, beſaß aber in ſeinem ganzen Weſen dagegen das, was wir ſo hoch an einem Arzte ſchätzen, nicht nur eine weiche, wohlklingende Sprache, ſondern auch eine angenehme, faſt bezaubernde Art, be⸗ ſonders in ſeiner ruhigen Redeweiſe, das Vertrauen zu gewinnen und feſtzuhalten.

Auch Ellen fühlte ſich nach dieſer kurzen Bekannt⸗ ſchaft durchaus nicht mehr einem Fremden gegenüber, ſondern es war ihr gerade, als hätte ſie den guten Doktor ſchon jahrelang gekannt, weßhalb ſie ihm auch mit einem ganz beſonderen Vergnügen eine Taſſe Thee einſchenkte, und alles Nöthige mit ſolcher Liebenswürdig⸗ keit reichte, daß er ſchmunzelnd verſicherte, er habe noch