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zu bezeichnen, noch einen Namen zu nennen—— aber bei Gott im Himmel,“ rief er aufſpringend,„ich will und werde es erfahren, wer es gewagt hat, auf ſo freche Art meine Tochter zu kompromittiren; entweder iſt das ein Leichtſinn, der blutig geſtraft werden muß, oder eine Infamie, gegen welche man die Reitpeitſche zu Hülfe nimmt.“
„Willibald, Du verſprachſt mir, ruhig zu bleiben— nun denn, ſo ſage mir vor allen Dingen, hältſt Du Deine Tochter auch nur einer unüberlegten Handlung für fähig?— ich nicht.“
„Ich auch nicht, bei Gott; aber um ſo mehr muß mich die Handlung jenes Elenden empören—— ſagen Sie mir aufrichtig, Mama, Sie wiſſen ſeinen Namen nicht?“
„Ich ſchwöre Dir zu, daß ich ihn nicht weiß— hier ſind noch zwei Zeilen von Hildegard, worin ſie mir ihren Entſchluß mittheilt, zu uns zurückzukehren, ohne weiter etwas hinzuzuſetzen, als daß ſie von der Königin höchſt gnädig entlaſſen worden ſei.“
„Entlaſſen— meine Tochter entlaſſen— ah, wie mich dieß Wort empört, ſo will man denn da Oben noch keinen Frieden mit uns— gut, wenn ſie Krieg wollen, ſo ſollen ſie ihn haben!“
„Wie magſt Du um ein Wort ſtreiten, Willibald,
haſt Du nicht deutlich in dem Briefe der Gräfin


