—— 1——
8
—,—
—,
4 75
würde im heftigſten Wundfieber liegen, während er kaum einen lebhafteren Pulsſchlag hat, und während ſeine Wunde— eine Schußwunde, wie ich zu bemerken bitte, — ſo ausſieht, daß alle Hoffnung vorhanden iſt, ſie in den nächſten Tagen ſich ſchließen zu ſehen.“
„Wieneck ſchrieb mir über ihn, allerdings vorſichtig, wie man es von ihm gewohnt iſt, doch las ich zwiſchen den Zeilen, daß er ihn der Beachtung werth hält, was für Herrn von Roſenthal ſpräche, wenn dieſe Beachtung des alten Wieneck nicht einen etwas verächtlichen Beige⸗ ſchmack gehabt hätte. Er muß irgend einen Dienſt ge⸗ leiſtet haben, wofür man ihn ſtark belohnte; aber mit dem Zuſatz: ‚der Mohr hat ſeine Schuldigkeit gethan, der Mohr kann gehent, und ich habe ſchon daran gedacht, ob ſein Duell nicht damit im Zuſammenhange ſteht.“
„Kaum,“ meinte die Gräfin;„ſein Gegner, dieſer Herr von Mittow, war doch eine gar zu unbedeutende Perſönlichkeit.“
„Dem aber ein Zeuge, wie Graf Leo Wieneck, Flügeladjutant Seiner Majeſtät, ſchon einige Wichtigkeit verleiht.“
„Pah— junge Leute, die ſich kennen— es ſoll ein Recontre wegen irgend einer jungen Dame geweſen ſein,“ warf die alte Dame leicht hin.
„Eben darum,“ meinte lächelnd der Graf,„können


