Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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und beſonders da Sie mir zu glauben ſcheinen, daß es beſſer iſt, mittheilſam zu ſein, als verſchloſſen über Dieß und Das zu brüten!

Hier hob die alte Kammerfrau den Thürvorhang auf und meldete den Herrn Grafen, der von ſeinen Zim⸗ mern herüberkomme.

Mein Sohn?

Ja, Erlaucht!

Bleiben Sie ruhig noch einen Augenblick, Doktor, ſagte die alte Dame zu dem Arzte, der ſich diskreter Weiſe erhoben, um das Zimmer zu verlaſſen;es wird meinen Sohn Willibald recht freuen, Sie zu ſehen, Sie ſollten häufiger zu ihm kommen, er liebt es mit Ihnen zu plaudern, und unter uns geſagt, Doktor, es wäre gut für ihn, zwenn er, und gerade jetzt, häufiger mit Ihnen, überhaupt mit anderen und geſcheidten Leuten, verkehrte.

Warum gerade jetzt, Erlaucht? entgegnete Doktor Flinder, und ſetzte alsdann mit einem launigen Zug um den Mund hinzu:ich habe ihm die Medizin, häufiger mit andern Leuten zu verkehren, oft genug verordnet; ſollte ſich irgend etwas ereignet haben, um ſeine Einſam⸗ keit fühlbarer zu machen?

Sein Sohn iſt hier, wie Sie wohl wiſſen, er⸗ wiederte die alte Dame in einem ſehr harten Tone, wo⸗