Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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zu geben pflegt, mit dem man es ganz außerordentlich gut meint? Ich weiß, daß Sie es gut mit mir meinen, lieber

Doktor, und will recht gerne Ihren Rath hören, auch

befolgen, wenn es mir möglich iſt!

Möglich gewiß, Erlaucht ich komme darauf zurück,

was Sie vorhin ſagten, daß es Ihre Nerven aufrege, wenn Sie ſtundenlang da hinausſchauen, mit Ihren oft ſehr ernſten Gedanken beſchäftigt, thun Sie das nicht, Frau Gräfin, laſſen Sie andere und jüngere Leute helfen Ihnen Ihre Gedanken tragen, reden Sie darüber, leiten alsdann die Berathung und beſchließen am Ende doch, wie es Ihnen gefällt, was auch wohl in den meiſten Fällen der beſte Beſchluß geweſen iſt!

Die alte Dame lächelte, und es war kein ſo hartes Lächeln wie vorhin, doch zuckte ſie gleich darauf mit den Achſeln und ſagte:Ich glaube faſt, daß Sie Recht haben, Doktor, und daß es Fälle gibt, wo das Sprüchwort um⸗ gekehrt gilt, und wo Schweigen Silber, Reden aber Gold iſt ja gerade jetzt empfinde ich das recht bei Ihnen, wo ich mit Ihnen plaudere, ich war ſo verdrießlich, ſo niedergedrückt, ſo traurig, daß ich mich wieder völlig ein⸗ mal darnach ſehnte, wenn es zu Ende ſein wird mit dieſem traurigen Leben!

Wie freue ich mich über einige Ihrer Worte, Erlaucht,