Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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weder erlaubte zu ſtehen, noch zu gehen, ſondern ſie, zur Hälfte gelähmt, an ihren Seſſel feſſelte.

Nun, Herr Doktor, ſagte ſie nach einer Pauſe, finden Sie mich nicht ein wenig angegriffen?

Da Sie mir dieſe Frage ſtellen, Erlaucht, ſo muß ich allerdings eine ſchlechte Nacht vermuthen.

Eine ſehr ſchlechte Nacht!

Doch nicht in Folge körperlicher Schmerzen, ſonſt erſchienen Ihre Züge angegriffener, und Ihre Augen nicht ſo klar!

O, was meine Augen anbelangt, antwortete die Gräfin mit einem etwas harten Lächeln,ſo korreſpon⸗ diren ſie mit meinem Herzen, und auch das läßt ſich nicht ſo leicht beugen und ergreifen und doch

Kommt die Schlafloſigkeit der vergangenen Nacht vielleicht von irgend etwas her, was Ihr Inneres be⸗ ſchäftigt?

Dießmal iſt es ſo ich habe zu viel Zeit, an Angenehmes und Unangenehmes zu denken, lieber Doktor, wenn ich hier auf meinem Stuhle ſitze und ſtun⸗ denlang in die Landſchaft hinausſtarre.

Unangenehmes muß man zu vergeſſen ſuchen, Er⸗ laucht, oder darüber reden.

Ja aber erſt nachdem man bei ſich überlegt, ob es nicht beſſer iſt, zu ſchweigen, oder geſchehene Dinge