Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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grüßend und dem Kammerdiener die Worte zurufend: „Recht vorſichtig ſein, Ambroſius!“ lenkte er ſein Pferd etwas auf die Seite, um den Wagen vorüber zu laſſen, blieb aber hierauf noch ein paar Minuten am Wege haltend, um dem langſam davonrollenden Gefährte nach⸗ zublicken.

„Eine Familienähnlichkeit zwiſchen den Beiden habe ich allerdings nicht entdecken können,“ murmelte er als⸗ dann kopfſchüttelnd,„es ſei denn, daß die junge, ſehr ſchöne und ſehr vornehm ausſehende Dame faſt eben ſo bleich ausſieht, als mein Kranker;— nun, der Fall kommt nicht ſelten vor, daß Bruder und Schweſter einander ſehr unähnlich ſind, und jedenfalls bin ich Menſchenkenner genug, um zu behaupten, daß wir in Letzterer eine höchſt angenehme Steigerung der Roſenthal'ſchen Familie kennen lernen werden.“

Dann wandte er ſein Pferd wieder in die Land⸗ ſchaft hinaus und trabte raſch von dannen; anfänglich noch eine ziemliche Strecke auf der gebahnten Straße, von der wir vorhin ſprachen, und hierauf rechts abbie⸗ gend dem alten Schloſſe zu, welches wir am Abhange des Berges liegen ſahen, und das in der Richtung, welche der Arzt ritt, ſtets wieder auftauchte, ſo oft es auch hinter einem der vielen Hügel verſchwand, über welche der Weg auf und ab führte.