Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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die Sache ſah ſich im erſten Augenblicke ſchlimmer an, als ſie ſich glücklicher Weiſe hierauf herausſtellte, und wenn zu meiner Viſſenſchaft eine ſo vortreffliche Pflege kommt, wie ich ſie von Ihnen wohl erwarten kann, ſo können wir, denke ich, auf ein raſches und glückliches Re⸗ ſultat hoffen.“

„Das— beruhigt mich ungemein, und bitte ich nur noch um die Freundlichkeit, Herr Doktor, mir ein Gaſt⸗ haus bezeichnen zu wollen, wo ich abſteigen kann, um mich dann ſogleich zu Ihrem Kranken zu begeben.“

„Mit Gaſthäuſern und dergleichen ſind wir leider ſehr ſchlecht verſehen,“ antwortete lächelnd der Arzt,„und ich würde Ihnen rathen, ein Zimmer in meinem Hauſe anzunehmen, das ich Ihnen um ſo mehr anzubieten ver⸗ mag, da, wie Ambroſius weiß, Platz genug vorhanden iſt; fahren Sie deßhalb getroſt in's Dorf, nur wäre es

mir allerdings lieb, wenn Sie nicht eher bei Herrn

von Roſenthal eintreten wollten, bis ihn Ambroſius auf Ihre Ankunft vorbereitet hat, denn bei der Aufregung, in welcher er ſich leider befindet, könnte ihm auch eine freudige Ueberraſchung ſchaden. Leider kann ich Sie nicht ſelbſt begleiten, da ich zu einem Beſuche genöthigt bin, der immerhin ein paar Stunden Zeit in Anſpruch nehmen wird; doch kehr' ich zurück, ſobald ich kann.“

Dann, die junge Dame nochmals ehrfurchtsvoll