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Es war dieß ein recht ſtattliches Gebäude, wohl altersgrau und ehrwürdig, aber durchaus nicht alters⸗ ſchwach erſcheinend; von dem hohen Alter beſonders des hoch emporragenden Thurmes zeugte die viereckige Bauart deſſelben, ſowie die mächtigen Quadern, aus welchen er aufgeführt war. Aus derſelben Zeit ſchienen auch die feſten Mauern des großen Hauptgebäudes herzurühren, doch hatten ſpätere Generationen die gezackten Giebel auf⸗ geſetzt, hie und da zierliche Erker angebaut, und auch die gewiß früher ſehr kleinen Fenſter ſtattlich und wohnlich in die Länge und Breite ausgedehnt.
Je näher man kam, um ſo deutlicher bemerkte man, daß hier eine Hand waltete, die es verſtand, Alles nicht nur im vortrefflichſten Zuſtande zu erhalten, ſondern die auch nicht verſchmähte, das alte Schloß durch die Erfin⸗ dungen und Hülfsmittel der neueren Zeit zu verſchönern und das Leben in demſelben ſo angenehm und behaglich als nur möglich zu machen. So bemerkte man, wenn man ſich auf der letzten Anhöhe vor dem Schloſſe be⸗ fand, daß daſſelbe von einem prachtvollen Parke rings umgeben war, und erſtaunte hier über die Waſſermenge, welche, künſtlich hergeleitet, nicht nur dort in einer male⸗ riſchen Schlucht als ſchäumender Fall herniederſtürzte, ſondern auch vor dem Hauptportal des Schloſſes auf einer weiten Terraſſe einen mächtigen Waſſ erſtrahl in die Höhe trieb.


