zureiten. War es nun eine leicht begreifliche Neugierde, da hier eine zweiſpännige Equipage nicht gerade zu den alltäglichen Erſcheinungen gehörte, oder dachte der Doktor an die Worte Roſenthal's, daß dieſer einen Beſuch er⸗ warte, oder, was das Wahrſcheinlichſte war, erkannte er die Perſon, welche auf dem Bocke neben dem Kutſcher ſaß; genug, er hielt ſein Pferd an und wartete auf der Höhe des Weges, um gleich darauf mit der Hand ein Zeichen des Erkennens zu machen, worauf der Mann neben dem Kutſcher ſeinen Hut abnahm und nicht nur ehrerbietig grüßte, ſondern auch Miene machte, von ſeinem Sitz herabzuſteigen.
„Sitzen bleiben, Ambroſius!“ rief ihm der Doktor, raſch einige Schritte näher reitend, zu,„Sie werden ſehn⸗ lichſt erwartet, Sie und das Telegramm, welches Sie vielleicht mitbringen.“
„Ich bringe wohl Beſſeres, Herr Doktor,“ entgegnete der Kammerdiener des Herrn von Roſenthal, wobei er jetzt von dem Bocke raſch herabſprang und halb zu dem Arzte gewendet, der nun dicht bei dem Wagen hielt, theils in dieſen hinein die Worte ſprach:„Mein gnädiges Fräu⸗ lein, dieß iſt Herr Doktor Flinder, bei welchem ſich Herr von Roſenthal befindet.“
Der Arzt beugte ſich etwas auf den Sattel des Pferdes hinab, um hierauf ſeinen Hut zu einem ſehr ehr⸗


