Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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Roſenthal wäre, möchte ich an Ihrer Stelle ſein, und ſobald ich wieder geſund bin, werde ich Sie auf Ihren Ausflügen begleiten; Sie ſtellen mich alsdann Ihren Kranken als einen fremden Arzt vor, der in Indien und daherum der höchſten Wiſſenſchaft manch' Schönes ab⸗ gelauſcht, und das iſt in der That die Wahrheit, wie ich Ihnen noch zu beweiſen hoffe.“

„Ja, ja, wir wollen ſchon ſehen,“ gab der Arzt, ſchon unter der Thür, lachend zur Antwort, und dann ging er zum Hauſe hinaus, ſchwang ſich draußen auf ſein Pferd und ritt davon.

Zuerſt hatte er in verſchiedenen Häuſern des Dorfes zu thun, und wenn er vor den betreffenden Thüren ab⸗ ſtieg, ſo war es hübſch anzuſehen, wie er alsdann die Zügel dem großen Neufundländerhund anvertraute, der ſie mit den Zähnen faßte und ſich alsdann vor das Pferd auf den Boden niederſtreckte, worauf beide geduldig warteten, bis ihr Herr zurückkehrte, um ſeinen Weg wie⸗ der fortzuſetzen, wobei er jetzt die Gaſſen des Dorfes verließ und in einem ſtarken Trabe auf einem ziemlich gutgebahnten Wege in die ſchneebedeckte Landſchaft hinaus⸗ ritt. Doch hatte er hier noch keine weite Strecke zurück⸗ gelegt, als er einen Wagen bemerkte, der beſpannt mit zwei geringen Pferden wohl deßhalb recht langſam die Anhöhe hinanfuhr, welche er eben im Begriff war hinab⸗