Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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fragt ſich allerdings unter Zuſätzen, wie es möglich iſt, daß er da hinein gekommen, ohne von Ihrer Diener⸗ ſchaft, ja von Ihnen ſelbſt, mein liebes Kind, bemerkt zu werden?“

„Ach, Majeſtät,“ rief das junge Mädchen in einem erregten Tone, während ſich ihre Züge raſch rötheten, „dieſe Frage habe ich ſchon durch unſägliches Nachdenken vergebens zu ergründen geſucht!“

„So glauben auch Sie in keiner Weiſe an das Märchen Ihrer Kammerjungfer?“ fragte die Pommerhauſen.

„Da Euer Excellenz es ſo raſch entſchloſſen ein Märchen zu nennen belieben, ſo muß der Betreffende allerdings auf einem anderen Wege in mein Zimmer ge⸗ kommen ſein.“

„Laſſen wir Märchen oder Nichtmärchen,“ entſchied Ihre Majeſtät,„und wiederholen Sie mir noch einmal offen und rückhaltslos ihre eigene Meinung!“

Das junge Mädchen kämpfte ſichtlich einen ſchweren Kampf, ehe ſie, und dann mit einem leichten Zucken ihrer ſchönen Lippen, ſagte:„Warum ſollte Jemand, der ſo rückſichtslos in die Zimmer einer Dame ſchleicht, dieß nicht aus dem niedrigſten Motiv zu thun im Stande ſein? Ich nehme an und will annehmen, er, der Das zu thun vermochte, ſei mit einer meiner Dienerinnen im Einvernehmen geweſen.“