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und die Thüre hinter ſich ſachte zugedrückt hatte, ſaß ſie vollkommen ruhig da und blickte die Königin feſt mit ihren großen, glänzenden Augen an.
„Es iſt dieſelbe allerdings unangenehme Geſchichte, mein liebes Kind, worüber wir ſchon einmal vertraulich geſprochen, über die ich alſo bei Ihrer bekannten Offen⸗ heit und Wahrheitsliebe nichts weiter zu erfahren habe, die aber doch auf die eine oder andere Art geordnet wer⸗
den ſollte— nicht wahr, Frau Oberſthofmeiſterin?“ „Gewiß, Majeſtät, man begnügt ſich ja in ähnlichen Fällen nie damit, die Wahrheit zu ſagen, ſondern iſt ſo geneigt, noch Zuſätze zu machen.“
„Als ob es an mancher Wahrheit nicht ſchon voll⸗ kommen genug wäre, und man nicht aller Zuſätze ent⸗ behren könnte,“ ſagte die Pommerhauſen giftig.
„Welche Zuſätze?“ fragte die junge Hofdame, lancirte aber, ehe ſie das that, der alten Pommerhauſen einen ſo ernſten und feſten Blick, daß ſich dieſe raſch bückte, um ihr Schnupftuch aufzuheben, nachdem ſie es abſicht⸗ lich auf den Boden hatte Ulahen laſſen—„welche Zu⸗ ſätze, Excellenz?“
„Nun, Zuſätze, denen ſelbſt ich im ähnlichen Falle nicht entgehen würde,“ nahm die Königin das Wort, „ſeien wir gerecht, man findet einen jungen Offizier in der Garderobe neben Ihrem Schlafzimmer, und man


