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„Dieſer Brief,“ ſagte dieſe alsdann, indem ſie das Schreiben in die Höhe hob,„iſt von— Tönning— von dem armen Tönning— von dem rverblendeten Tönning!“
„Auf dieſen zu rathen war allerdings wohl unmög⸗ lich,“ ſagte die Pommerhauſen, und um das Licht ihres Scharfſinnes doch nicht ganz unter den Scheffel zu ſtellen, ſetzte ſie dann mit hoch aufgezogenen Augenbrauen hinzu: „Euer Majeſtät werden es mir nicht übel deuten, daß ich es ein bischen ſtark von dieſem Tönning finde, an Sie zu ſchreiben.“
„Ich habe ihm das erlaubt,“ ſagte die Königin in einem gütigen und zugleich trockenen Tone,„mich dauert dieſer arme Tönning wirklich, trotzdem ich noch nie Je⸗ mand ſo wohlgemuth, ja ſo glückſelig in einen tiefen Abgrund ſpringen ſah.“
„Apropos, ſah Jemand von Ihnen dieſe Perſon ſchon anders als auf dem Theater, oder ſprach mit ihr— das heißt, ich meine,“ fuhr die Königin fort, als ſie bemerkte, wie ſich die Lippen der Gräfin Pommerhauſen unter einem ſeltſamen Lächeln kräuſelten,„bei irgend einer geſchäft⸗ lichen Veranlaſſung, wie ſie wohl vorkommen mag bei Konzerten für eigene Rechnung, oder für ſogenannte mild⸗ thätige Zwecke?“
3„Bei mir war ſie ſchon in einer ähnlichen An⸗


