Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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„Das thäte mir leid um Euer Majeſtät, weil dann Niemand mehr da wäre, der Ihnen die Wahrheit ſagte!“

„Gut, ſo will ich denn die Wahrheit hören— aber nichts als die Wahrheit!“

„An jenem Morgen hatten Euer Majeſtät ſelbſt Verdacht, es habe ſich Jemand bei der Oberſthofmeiſterin befunden, der nicht geſehen ſein wolle, der auch das Glück hatte, ſpurlos verſchwinden zu können— aber nicht unhörbar für meine ſcharfen Ohren, denn als ich mir die Thür zu jenem Garderobekaſten öffnen ließ, hörte ich deutlich eine andere ſchließen, und das war eben dieſelbe Thür, die im Plane genau verzeichnet iſt, und durch welche der Herr Graf Leo Wieneck bei der tugendhaften Gräfin Ferrner eintrat, nachdem er zuvor bei der Frau Oberſthofmeiſterin Excellenz geweſen.“

„Genug, genug, Madame Watters,“ rief die Königin ärgerlich, indem ſie ſich haſtig erhob,„wozu durch ge⸗ häſſige Vermuthungen eine Sache noch ſchlimmer machen, die an ſich ſchon arg genug iſt— weiß Gott im Himmel, was Wahres daran ſein mag— und dann ſo geradezu Namen zu nennen, wie jenen, einen der achtbarſten jungen Männer bei Hofe— Graf Leo Wieneck! Man hat keine Beweiſe dafür, daß er es wirklich geweſen iſt, wenigſtens will ich nicht, daß in meiner Umgebung dieſer 8 Name derartig genannt wird, und die verdrießliche Ge⸗