Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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lichem, aber was es auch ſei— aus Barmherzigkeit,

reden Sie!“

Arthur hatte langſam den Brief Roſenthal's hervor⸗ gezogen, und als er nun denſelben in ihre Hände legte, konnte er ſich nicht enthalten, ſie darauf mit einem for⸗ ſchenden Blick zu betrachten, und wahrlich, was er in ihren Zügen las, verſprach ihm nicht eine glückliche Löſung der Räthſel, welche ihn umgaben.

Ihre Augen hatten ſich erſchreckend weit geöffnet, der Athem ſchien in ihrer Bruſt zu ſtocken, und mit Mühe ſtieß ſie die Worte hervor:

„Von ihm, ah, von ihm, das iſt freilich entſetzlich, nur als Ueberbringer dieſes Schreibens kommen Sie zu mir! Das iſt allerdings ein furchtbares Mißver⸗ ſtändniß!“

Sie riß haſtig das Couvert von dem Briefe, durch⸗ flog die Zeilen, und als ſie das gethan und darauf Hand und Brief in ihren Schooß niedergleiten ließ, fragte ſie mit bebender Stimme:„Und Sie wiſſen mir wohl zu ſagen, in welcher Art ſich das erfüllt oder nicht erfüllt hat, was ich in dieſem Schreiben angedeutet finde?“

„Ich war als Zeuge des Herrn von Roſenthal bei dem Duell, welches er mit Herrn von Mittow hatte, gegenwärtig, und dieſes Duell hatte einen recht unglück⸗ lichen Ausgang.“