thal in die tiefe Fenſterniſche getreten war,„ſo haben Sie den allergünſtigſten Moment gewählt; der König iſt in der roſigſten Laune, wie ich zu bemerken das Glüch hatte, und ſpricht ſoeben mit wahrhaft ſtrahlendem Ge⸗ ſichte mit Seiner Excellenz dem Herrn Staatsminiſter von Wieneck.“
„So bitte ich, übergeben Sie Seiner Majeſtät ſo⸗ gleich dieſen Brief; ich werde warten, ob der König eine Antwort für mich hat.“ 3
„Gut, gut, Seine Excellenz werden ſogleich heraus⸗ kommen,“ dann legte der alte Kammerdiener ſeine Hand an den Mund, neigte ſich gegen das Ohr Roſenthal's und flüſterte ihm mit einer wahrhaft komiſchen Anſtren⸗ gung zu:„Gratuliren Sie Seiner Excellenz, Dieſelben haben das Portefeuille der lauswärtigen Angelegenheiten wieder übernommen.“
Seine Excellenz trat dann auch gleich darauf, nach⸗ dem der alte Kammerdiener wieder davongetrippelt war, aus dem Zimmer des Königs, und zwar mit ſtrahlender Miene, welche die Wahrheit des eben Geſagten voll⸗ kommen beſtätigte. Als er indeſſen Roſenthal bemerkte, flog ein leichter Schatten über ſeine Züge, doch winkte er ihm nicht ohne Wohlwollen zu, ging aber dann raſch vorüber, und zwar mit einer ſo oſtenſiblen Eile, daß ſich der Andere eines Lächelns nicht enthalten konnte, und


