Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Laß mich doch zu Ende reden, ſprach er mit gro⸗ ßer Ruhe weiter,mit mir dieſe Stadt verlaſſen, vielleicht nach England zurückkehren, um dort gänzlich unabhängig gänzlich unabhängig von mir, wieder⸗ holte er mit ſtarker Betonung,um dort gänzlich unab⸗ hängig von der ganzen Welt zu leben, wie Du es für gut fändeſt?

Nein, auch das nicht, ſorgen Sie nicht für meine Zukunft, ſie wird ſich geſtalten, wie Gott will. Allerdings habe auch ich beſchloſſen, dieſe Stadt zu verlaſſen, aber wenn Sie den Weg nach Süden wählen, ſo ziehe ich gen Norden, und wenn ſich trotzdem unſere Fahrten nochmals kreuzen ſollten, ſo ſchwöre ich: es ſoll keine Macht der Erde im Stande ſein, mich zu zwingen, auch nur durch einen Blick, durch eine Miene zu verrathen, daß ich Sie jemals gekannt.

Roſenthal aber kannte die Sprecherin zu genau, um nicht zu wiſſen, was er von der Gültigkeit dieſer Worte zu halten hatte. Die bisher ſo gut bewahrte Gleich⸗ gültigkeit auf ſeinem Geſichte wich einer gewaltigen, un⸗ beſchreiblich ſchmerzlichen Bewegung. Er fuhr mit der Hand in ſeinen langen, ſchwarzen Bart; doch nur einen Augenblick fühlte er ſich von einem tiefen Weh überwäl⸗ tigt, dann glättete er ſcheinbar ruhig, obwohl mit zucken⸗ den Fingern, das dichte, ſchwarze Haar, und wandte ſich