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Roſenthal gerichteten Augen zeigten deutlich ſeine Begierde, den glücklichen Nebenbuhler kennen zu lernen, worauf Jener fortfuhr:„Ich kann Ihnen dieſen Namen nennen, ohne die geringſte Indiskretion zu begehen, da Madame, obgleich ich ſchon ſeit längerer Zeit die Ehre habe, ſie zu kennen, doch für gut fand, mir ein ſtrenges Geheimniß daraus zu machen— und mich dadurch faſt vor Euer Hoheit kompromittirt hätte;— glücklicher Weiſe aber diente mir ein ganz unbedeutender Gegenſtand, dieſer graue Handſchuh hier, zum Leitfaden, und ließ mich nicht nur den Betreffenden erkennen, ſondern gab mir auch Gelegen⸗ heit, ein kleines Kunſtwerk zu bewundern.“
Er hatte bei den letzten Worten langſam einen der ſchweren Leuchter ergriffen, die, jeder mit drei brennen⸗ den Kerzen verſehen, auf dem Tiſche ſtanden, und ob⸗ gleich Miß Ellen ſein Vorhaben zu ahnen ſchien— es zeigte ſich das deutlich an ihren feſt zuſammengepreßten Lippen, um welche ein Zug des tiefſten Schmerzes zuckte — ſo machte ſie doch nicht die kleinſte Bewegung oder ſprach nicht ein einziges Wort, um ihn zurückzuhalten, als er, dem Prinzen vorleuchtend, an eine Ecke des Gemaches ging, wo ein mit einem grünen Vorhang verhüllter Gegenſtand zwiſchen Pflanzen auf einem Tiſche ſtand. Er riß das grüne Tuch hinweg, und man ſah jenes Bild, ſo meiſterhaft gemalt von Arthur Weßner,


