Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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mit der ſo ergreifenden Aehnlichkeit Miß Ellen's in der Leiche der jungen Märtyrerin.

Ah! rief der Prinz,das iſt ein traurig ſchönes Bildwer es ſein Eigenthum nennen könnte!

Eine Kopie wird wohl davon zu haben ſein, ſagte Roſenthal ſehr ruhig,denn da der junge Künſtler, der dieß gemalt hat, zugleich das Herz dieſer originellen Märtyrerin beſitzt, ſo wird ihm vielleicht eine Vervielfäl⸗ tigung nicht wehe thun.

Graf Wieneck war nicht mit zu dem Bilde getreten, vielmehr blickte er aufmerkſam in die ſtarren, jetzt gleich⸗ gültigen Züge des jungen Mädchens, einen Ausbruch befürchtend, für welchen er auf alle Fälle und zu ihrer Unterſtützung bereit ſein wollte. Ja, er konnte ſich nicht enthalten, ihr leiſe zu ſagen:Gebieten Sie über mich, ich ſcheue mich durchaus nicht, dem Herrn von Roſenthal ſogar in dieſer Geſellſchaft entgegen zu treten, wie er es verdient. Doch ſchüttelte ſie mit einem traurigen Lächeln ihr Haupt und wandte ſich langſam gegen die Ecke des Zimmers, wo der Prinz noch im Anſchauen des Bildes verſunken ſtand, und ſagte faſt in einem milden, trau⸗ rigen Tone:Ja, es iſt ſo, Hoheit, ich liebe Den, der dieſes Bild gemalt, glaube indeſſen nicht, daß ich glück⸗ lich in meiner Liebe bin; doch trifft das nur mein Herz allein, und läßt im Uebrigen Alles unverändert Alles