Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Roſenthal haſtig aufgreifend, auf die Zeit zu reden kam, wo er die junge Dame zum erſten Male auf jenem Maskenballe geſehen, und wo er, entzückt von ihrer Liebenswürdigkeit und Schönheit, beſchloſſen habe, ihr fortan ſein Leben zu weihen.

„Mit voller Zuſtimmung eines Freundes,“ fuhr der junge Prinz mit feſterer Stimme fort, nachdem die erſte ſchwere Befangenheit glücklich überwunden war,„der mir damals eben ſo wahr und aufrichtig als uneigennützig erſchien, der auch nicht unterließ, mir in meiner Liebe zu jener Dame“— er wagte immer noch nicht, ſie direkt anzureden,—„der mir auch für meine heißen Be⸗ mühungen nicht nur ein wundervolles Ziel in Ausſicht ſtellte, ſondern auch die Hoffnung in mir nährte, dieſes Ziel erreichen zu können.“

„Aber mit großem Unrecht,“ warf die Dame raſch und in entſchiedenem Tone dazwiſchen.

„Um ein Glück zu erringen,“ fuhr der Prinz in ſeiner Rede fort,„ein Glück, das mich zum ſeligſten der Men⸗ ſchen gemacht hätte,— ein Glück—“

„Auf das Sie entſagen müſſen, gnädiger Herr, wenn dabei überhaupt von einem Glück die Rede ſein könnte. —— Verzeihen Sie meine Aufrichtigkeit, es iſt das Einzige, was ich Ihnen zu geben vermag.“

„Sehr wenig, und doch wieder ſehr viel.“