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ſonſt bleichen Geſichte, ein ängſtlicher Blick aus ihren großen, glänzenden Augen, ein häufig mühſam unter⸗ drückter ſchwerer Athemzug.
Dem Prinzen aber erging es dabei nicht beſſer; denn wenn er auch, wie eben bemerkt, ſich hie und da kleine, ſchüchterne Anſpielungen erlaubte, ſo ſchien er doch vor einem entſcheidenden Worte zu bangen und nicht ver⸗ mögend, daſſelbe auszuſprechen. Gerne hätte ſich Leo in's Mittel gelegt, und zuweilen ſchien ihn auch ein Blick ſeines jungen Begleiters dazu aufzufordern, doch war das für ihn eine gar zu delikate Sache, und Alles, was er nach einiger Zeit thun konnte und auch that, war, den Namen des Herrn von Roſenthal wie einen Zank⸗ apfel in die Unterhaltung zu werfen, und dieß geſchah, indem Graf Wieneck die Frage ſtellte, ob nicht Herr von Roſenthal ein gemeinſchaftlicher Bekannter von ihnen ſei.
Das Angeſicht der jungen Dame überflog bei dieſer Frage ein tiefer Schatten, dem ein leuchtender Blitz aus ihrem Auge folgte, wobei ſie erwartungsvoll den Prinzen anſchaute, welchem der eben ausgeſprochene Name wie das richtige Stichwort zu der Rolle erſchien, die er ſich ſchon ſeit mehreren Tagen ſorgfältig einſtudirt hatte, und die er jetzt nicht ohne Geſchick ſpielte, obgleich ſeine un⸗ deutliche Stimme bedenklich zitterte, als er, den Namen


