Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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rungen, die künftig das Leben an mich machen werde. — Fand er doch ja ſogar in den Sternen eine Be⸗ ziehung zwiſchen uns Beiden, bewies er mir doch klar und deutlich, daß in jener Nacht, wo ich ſie zuerſt ge⸗ ſehen, bei dem großen Maskenfeſte des letzten Winters, der Jupiter, ihr Stern, ſeine Strahlen bis in das Herz meines Sternbildes, des Schwanes, ſandte— ja gerade in jener Nacht, wo ſie mir als Elſa von Brabant ent⸗ gegentrat und auf meine Frage nach Lohengrin erwie⸗ derte: ‚Nimm Dich in Acht, auch Du wirſt dem Schwane folgen müſſen, wenn er Dich ruft, ſei es zum Leid, ſei es zur Freude’.“

Leo Wieneck ſtrich ſich leicht mit der Hand über die Stirne, wie man wohl zu thun pflegt, wenn man ſich Mühe geben muß, dem ſeltſamen Gedankengange eines Andern zu folgen, und für ihn, der bisher eigentlich wenig zur Intimität des Prinzen zugelaſſen worden, klang das, was derſelbe jetzt in tiefer Bewegung ſagte, allerdings ſo ſeltſam, daß er im Augenblicke nicht wußte, welche Entgegnung er darauf zu thun habe.

Doch überhob ihn der Prinz dieſer Mühe, indem er heftig erregt ausrief:„Und alles Das vergeblich— um⸗ ſonſt— in Rauch und Nebel zerronnen jenes reizende Traumbild meiner Nächte, das Ideal meiner Tage, die Göttin meiner Zukunft— alles Das verloren——