wenn es wirklich wahr iſt, daß ich es verloren habe— ——— und davon, lieber Wieneck, will ich mich mit Ihrer Hülfe ſelbſt überzeugen—— wollen Sie mir dieſe Hülfe leihen?“
„Sie ſehen mich bereit, Ihnen dienlich zu ſein,“ antwortete Graf Leo; doch ſagte er das nicht ganz mit dem gewöhnlichen ſichern Tone ſeiner Stimme. Klang doch die Anforderung, welche der Prinz ihm ſtellte, nicht ganz in der Art, wie ihm ſein Vater geſagt, da ſchien es ſich nur um die ruhige Auflöſung von irgend etwas Beſtehendem zu handeln. Hier aber ſchien man den Ver⸗ ſuch machen zu wollen, irgend ein noch nicht beſtehendes, oder wenigſtens ſehr lockeres Band feſter zu knüpfen.— —„Weiß Herr von Roſenthal um das Vorhaben Eurer Hoheit?“
„Er weiß davon und hat meinen Schritt achſel⸗ zuckend als einen ſehr fruchtloſen bezeichnet.“
„So glaube ich, daß er Recht hat.“
„Und ich fürchte es,“ rief der Prinz in leidenſchaft⸗ lichem Tone, ſich raſch gegen den Grafen Leo wendend, „aber wenn Sie jenes liebliche Geſchöpf geſehen haben, ſo werden Sie mir zugeben, daß es wohl noch eines
letzten Verſuches werth iſt; auch will ich aus ihrem eige⸗
nen Munde hören, ob mich Roſenthal nicht hintergangen.“ „Er weiß alſo um Ihr Vorhaben, hat vielleicht Hacklä nder, Geſchichten im Zickzack. II. 12


