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„Hegte Herr von Roſenthal irgend welche Erwar⸗ tungen, nachdem jene Hoffnungen erfüllt ſeien?“
„Für ſich keine, für ſie allerdings, was ich auch als vollkommen gerechtfertigt anſah und ihr Zuſagen im wei⸗ teſten Sinne machte.“
„Zuſagen, mit denen er zufrieden ſchien?“
„Vollkommen, welche ihm mehr als genügend er⸗ ſchienen.“
„Und trotz dieſer Zuſagen fand es Herr von Roſen⸗ thal für gut, ſich plötzlich zurückzuziehen?“
„So iſt es; er hatte die Kühnheit, mir zu ſagen, daß jene Dame plötzlich eine unüberwindliche Abneigung gegen mich gefaßt habe, und daß es nicht möglich ſei, ſie ferner zu einem entgegenkommenden Schritte zu ver⸗ mögen. Iſt das nicht eben ſo zweideutig als grauſam, nachdem er ſich vorher alle Mühe gegeben, meine Liebe zu dieſem wundervollen Mädchen zu entflammen?— — Ja, die Begegnung mit ihr“— fuhr er in leiden⸗ ſchaftlichem Tone fort—„gerade ſo hinzuſtellen, als ſei ſie vom Schickſal beſchloſſen, um einen mächtigen Einfluß auf die Zukunft auszuüben, um mir vielleicht für ſpäter rathend, helfend, ſchützend zur Seite zu ſtehen, für mich mit der Gewalt ihrer lieblichen Perſönlichkeit, ſowie ihres reichen, poetiſchen Gemüthes ein Gegenge⸗ wicht bildend bei den nüchternen, proſaiſchen Anforde⸗


