die Wünſche Seiner Königlichen Hoheit zu vernehmen, und daß er gewiß Alles thun werde, was in ſeinen Kräften ſtehe, um dieſen Wünſchen entgegen zu kommen.
„Ich danke Ihnen recht ſehr,“ fuhr der Prinz fort, zugleich redend und im Zimmer auf und ab ſpazieren gehend, wobei er mit der rechten Hand geſtikulirend an die Decke emporſchaute, als vermeide er es, den Blicken Wieneck's zu begegnen——„es handelt ſich um Roſen⸗ thal,“ ſagte er alsdann, den Namen ſtark betonend, wo⸗ bei er einen. Augenblick ſtehen blieb, den Grafen Leo ſcharf betrachtend.
Dieſer konnte ſich nach allem dem, was er in den letzten Stunden erfahren, ja theilweiſe gehört, nicht ent⸗ halten, leicht mit den Achſeln zu zucken, worauf der Prinz raſch fortfuhr:„Gut, daß wir darüber einig zu ſein ſcheinen— ich verſichere Sie, lieber Wieneck, dieſer Roſenthal iſt ein geheimnißvoller, räthſelhafter Menſch, von dem ich überzeugt bin, daß er mich hintergeht— wie?—— was glauben Sie?“
„Darauf etwas zu erwiedern, Königliche Hoheit, bin ich nicht ſogleich im Stande; denn wenn auch ich meine eigenthümlichen Meinungen über Herrn von Roſenthal habe, ſo bin ich doch nicht im Stande, zu ſagen, in wie weit er ſich Ihnen gegenüber zweideutig benommen haben kann.“


