Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Dame— es iſt doch eine Dame im guten Sinn des Wortes?“ unterbrach ſich der König ſelbſt mit einem heitern Blicke.

„Es iſt eine Dame in dieſer Bedeutung.“

„Schlimmer das— doch gleich viel; laſſen wir ihren Namen bei Seite und überlegen, ob ſie auf andere Art zufrieden geſtellt werden kann.“

Roſenthal machte ein ſehr bedenkliches Geſicht und ſchüttelte leicht mit dem Kopfe, ehe er zur Antwort gab: „Es handelt ſich da in der That um eine gegenſeitige tiefe Neigung, ſonſt möchte ich allerdings glauben, daß Vernunftgründe ſie am Ende beſtimmen könnten, eine mehr als ſorgenfreie Zukunft jener allerdings glänzenden vorzuziehen, die man ihr in Ausſicht geſtellt hat.“

„Ah, der Teufel, ſo weit ſind wir ſchon, daß wir ohne Weiteres glänzende Ausſichten verſprechen?“

„Verzeihen mir Euer Majeſtät, wenn ich im Eifer, Ihnen zu dienen, zu viel geſagt.“

„Ich nehme Ihren Eifer an,“ fuhr der König etwas heftiger fort,„und wäre Ihnen zu großem Danke ver⸗ pflichtet, wenn Sie mir dieſen Eifer beweiſen wollten. Sie ſind der Mann der Ueberredung— betrachten Sie das Ziel, auf das wir losgehen müſſen— es iſt ein gutes, ein ſchönes, ein ehrenvolles Ziel, es gilt einen jungen Mann von einem vortrefflichen Herzen und einem