Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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treten. Dieſer hatte kaum die Zeit, dem Flügeladjutanten freundlich mit der Hand zuzuwinken, ſo war er auch ſchon hinter der großen Flügelthür verſchwunden.

Roſenthal ſchien heute Morgens, ſo lange wir ihn geſehen und gehört, in einer wahrhaft roſenfarbenen Laune geweſen zu ſein, und wenn er auch vorhin dem Grafen Wieneck noch etwas bleicher als gewöhnlich er⸗

ſchienen war, ſo ſtrahlten doch ſeine Züge und glänzte aus ſeinen Augen eine Heiterkeit, die kaum erkünſtelt ſein . konnte, und doch hatte es ihm bis jetzt keine kleine Mühe gemacht, dieſe Maske ſorgloſer Fröhlichkeit ſiegreich durch⸗ 3 zuführen; auch hatte er dieſe Maske erſt dann und ſehr plötzlich vorgenommen, als er ſeinen Wagen verlaſſen

und unter das Portal des Schloſſes getreten war. Bis dahin hatte er zuſammengeſunken ſo tief als möglich in 4 der Ecke dieſes Wagens geruht, düſteren Blickes mit zucken⸗ den Lippen, heftig an ſeinen Nägeln kauend. Er hatte

eine ähnliche, aber noch viel leidenſchaftlichere Szene mit Ellen gehabt, als die, von welcher wir neulich Zeuge geweſen; ſie hatte ihm geſagt, daß ſie ihn und ſeine Ab⸗ ſichten gleich ſehr verachte, und daß es für ſie ein un⸗ ſagbares Gefühl von Seligkeit ſei, an das tiefe Waſſer eines ſtillen Sees zu denken, der ihren Leiden mit einem

* Male ein Ende machen werde— er kannte ſie— er wußte, weſſen ſie fähig war, und er ſah nun vor ſich Hackländer, Geſchichten im Zickzack. II. 6