Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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kehrte Letzterer wieder zurück, blieb eine gute Weile in tiefen Gedanken verſunken an ſeinem Schreibtiſche ſtehen und ſprach dann zu ſich ſelber:„Ich habe alle Urſache, die Wette verloren zu geben, denn ich muß ſchon ge⸗ ſtehen, daß die einzige, kleine Unwahrheit, die ich ge⸗ ſprochen, bis jetzt, einen einzigen Lichtblick ausgenommen, recht unangenehme Folgen für mich gehabt hat. Ich habe mich mit dem Theater⸗Intendanten total überwor⸗ fen, ich bin in völlige Feindſchaft gerathen mit dem Grafen Stoltenhoff, über mir hängt an einem ſehr ſchwachen Haar das Schwert des Damokles in Geſtalt einer ſehr pikanten, vielleicht ſehr ungnädigen Aeußerung Seiner Majeſtät, die ich jeden Augenblick erwarten kann, und was jenen Sonnenblick anbelangt, ſo weiß ich noch nicht, ob er mich ſanft erwärmen wird, oder ob dieſer freundliche Schein, ſtatt vom Himmel zu ſtammen, nicht ein trügeriſches Irrlicht iſt, das mich an einen verderb⸗ lichen Sumpf führt.“

Heerr von Roſenthal war unterdeſſen abermals durch den großen Korridor des Schloſſes gewandelt, und er⸗ reichte das Vorzimmer gerade als die Uhr über der Thür des königlichen Appartements die elfte Stunde zeigte, worauf ſich auch ſogleich Herr Dippel mit der Pünktlich⸗ keit des Kukuks an einer Schwarzwälderuhr ſehen ließ, und ebenſo kopfnickend den Erwarteten einlud, näher zu