Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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ſchien dieſes Nachdenken nicht gerade der angenehmſten Art zu ſein, wenigſtens verfinſterte ſich der Geſichts⸗ ausdruck Seiner Excellenz, und er machte eine nicht zu verkennende ſehr unmuthige Bewegung——„es wäre beſſer,“ meinte er nach einer ziemlich langen Pauſe, „ich hätte mich von dieſer kindiſchen Wette fern gehalten.“

„Meine Chancen ſteigen,“ lächelte Herr von Roſen⸗ thal,„doch habe ich ſo viel Freundſchaft für Sie und bin dabei ſo uneigennützig, daß es mir aufrichtig leid thun würde, wenn ich meine Wette gewänne. Doch, wie geſagt, ich lege das Ganze in Ihre Hand und erwarte nur Ihren eigenen Ausſpruch.“

Es folgte hierauf ein recht langes Stillſchweigen, dadurch herbeigeführt, daß der Oberſthofmeiſter ſtatt zu antworten einige Male in dem Gemache hin und her ſchritt, ehe er dicht vor Roſenthal ſtehen bleibend ſagte: „Machen wir dieſer lächerlichen Geſchichte ein für alle Mal ein Ende— ich will meine Wette verloren haben, damit ich nicht mehr darüber reden höre.“

„Ich bedaure Sie aufrichtig, Baron Tönning.“

„Keine Urſache— vergeſſen Sie nicht, ich will meine Wette verloren haben und beſtimmen Sie, wann ich die Verpflichtungen, die ich durch dieſes eſindniß eingehe, erfüllen ſoll.“

„Aber ich will durchaus keinen Akt der Großmuth.“