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„Nehmen Sie meine Heiterkeit nicht übel, Baron Tönning, aber die Sache iſt in der That äußerſt ko⸗ miſch; Sie haben eine kleine Unterredung, natürlich nur in geſchäftlichen Angelegenheiten, mit der hübſchen Melina, und während ich in meiner bekannten Gutmüthigkeit draußen warte, ſtürzt dieſer Graf Stoltenhoff ohne Wei⸗ teres herein, um, ſich auf dem Abſatze wendend, eben ſo raſch wieder zu verſchwinden. Gewiß, Sie müſſen mir verzeihen, denn es gehört wenig Kombinationsgabe dazu, um die Urſache zu verſtehen und die Wirkung äußerſt komiſch zu finden.“
„Was geben Sie mir aber, Herr von Roſenthal,“ ſagte der Oberſthofmeiſter in einem etwas verdrießlichen Tone,„wenn ich die Sache durchaus nicht für ſo lächer⸗ lich anſehe?“
„Nun, in dem Falle mit ernſtem Fundament müßte ich ſie erſt recht komiſch finden.“—
„ Es iſt ein ſehr undankbares Geſchäft, mit Ihnen über Dergleichen zu ſtreiten, mein Lieber,“ verſetzte Baron Tönning, wobei er ſich zu einem allerdings recht ſauren Lächeln zwang,„gehen wir lieber zu etwas Anderem über. Sie ſchenken mir die Ehre Ihres Beſuchs, Sie warten draußen in der Kanzlei eine halbe Stunde und begehe ich deßhalb wohl keine Indis⸗ kretion, wenn ich mir die Frage erlaube, ob es nicht ein


