Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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keinem Verhältniß zu dem Grafen Stoltenhoff ſtehe; um dieſe Genugthuung haben mich Euer Excellenz gebracht.“

„Wie ich das bedaure, mein liebenswürdiges Fräu⸗ lein Hortenſe, wie ich es mir niemals verzeihen kann, durch meine an ſich gewiß nicht übelwollende Aeußerung ein ſo vortreffliches Herz verwundet, eine ſo ausgezeichnete Künſtlerin verletzt zu haben! Verzeihen Sie mir, theures Fräulein Hortenſe, verzeihen Sie einem Ihrer wärmſten Verehrer!“

Seine Excellenz fand es bei dieſen letzten Worten ſehr angemeſſen, die Hand der Sängerin zu ergreifen, um dorthin, wo er zwiſchen Handſchuh und Armband eine paſſende Stelle fand, recht bedächtig und zu wieder⸗ holten Malen ſeine Lippen zu drücken—„Verzeihen Sie mir, ſchöne Hortenſe!“

„Ach, Herr Oberſthofmeiſter,“ liſpelte die Sängerin, nachdem ſie auf die ſanfteſte Art ihre Hand zurückgezogen, „wenn von Verzeihen die Rede ſein ſoll, ſo muß das gegenſeitig geſchehen; auch Euer Excellenz haben mir etwas zu verzeihen.“

„Das ich nicht wüßte—— und wenn dem ſo wäre,“ ſagte er nach leichtem Räuſpern mit einem ſüßen Lächeln,„ſo können Sie überzeugt ſein, ſchöne Hortenſe, daß ich Ihnen feierlichſt Abſolution ertheile nicht nur für gegen mich begangene, ſondern auch für