— 56— lichkeit zuläßt, wie jene zwiſchen dem ſpaniſchen König und dem vortrefflichen Maltheſer, obgleich ich nicht im Sinne habe, am Schluſſe unſerer großen Szene um Ge⸗ dankenfreiheit zu bitten.“
„So ganz verſtehe ich dieſe Aehnlichkeit doch nicht,“ erwiederte der Flügeladjutant lächelnd.
„Und doch liegt dieſelbe ſo klar vor Augen, es han⸗ delt ſich um unſern leichtſinnigen, etwas ungerathenen und widerſpenſtigen Herrn Sohn. Ich erblickte das Alles heute Morgens ſchon in meinem berühmten Bergkryſtall. Habe ich Ihnen denſelben ſchon gezeigt?“
„Bis jetzt noch nicht, lieber Roſenthal.“
„Schade! Doch mache ich Sie mit dieſem Wunder⸗ thäter bekannt, ſobald Sie mich nächſtens beſuchen. Dieſer Bergkryſtall iſt das Vermächtniß eines ehrbedürftigen ſchweizer Eremiten, der ihn in einer Höhle ſeiner Alpen fand, und iſt das Wunderbarſte, was auf der Erde ge⸗ funden werden konnte. Sie betrachten ihn mit der nöthi⸗ gen Innigkeit ungefähr ſo, wie man ſich in das Auge der Geliebten verſenkt, und ſprechen dreimal den Namen der Perſon aus, über die Ihnen der Bergkryſtall Auf⸗ klärungen geben ſoll.“
„Nun, und dann— 2“
„Dann erſcheint Ihnen jene Perſon gerade in der Situation, in welcher ſie ſich eben befindet.“


