Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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es jetzt, daß es ihm nicht gelungen war, ein verſtän⸗ digendes Wort zu ihr zu reden, und gewiß, er hätte jenes Wort gefunden! War doch die eigenthümliche Lage, in der er ſich der Gräfin Ferrner gegenüber befunden, ganz der Art geweſen, um ein freies Wort zu reden, anzuhören, ja zu verſtehen— das war jetzt Alles vor⸗ über und nicht nur für den gegenwärtigen Augenblick, ſondern auch für alle Zeit.

Nicht im Stande, dieſe Gedanken, die ihn ernſt ſtimmten, ja die ihn traurig und ſchmerzlich berührten, zu verjagen, war es ihm nicht unlieb, als nun die Thüre gegen das äußere Vorzimmer geöffnet wurde und Herr von Roſenthal eintrat. Er war einfach, aber ſehr ſorg⸗ fältig gekleidet, in Schwarz und Weiß, welche beiden Farben ſich auch an ſeinem Geſichte in einer faſt er⸗ ſchreckenden Art fortſetzten; denn bei ſeinem tiefſchwarzen Barte erſchien heute ſein Geſicht noch bleicher als ge⸗ wöhnlich; doch befand er ſich, wie faſt immer, in heiterer Laune und zu ſeinen nicht immer genau überdachten Scherzen aufgelegt:„Ich bin zu dieſer Stunde befohlen, lieber Wieneck,“ ſagte er,„wie Sie vielleicht bereits wiſ⸗ ſen werden, und wenn König Philipp gerade unbeſchäf⸗ tigt iſt, ſo bitte ich den Marquis Poſa zu melden— Sie werden mir zugeben, mein lieber Graf, daß meine heutige Stellung zu Seiner Majeſtät irgend welche Aehn⸗