Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Wenn nur ſein Abenteuer keinen zweiten, ſo gar ernſten Theil gehabt hätte, und wenn nur nicht gerade dieſer zweite Theil ſo unabläſſig vor ihm herumgegaukelt wäre, wobei es beſonders zwei Bilder waren, die immer und immer wieder vor ihm auftauchten, und die er nicht verdrängen konnte, ſo viel Mühe er ſich auch gab— zwei Bilder einer und derſelben Geſtalt, ſo ſchön, ſo glühend, ſo ſinnverwirrend das erſte dieſer Bilder, ſo ernſt, ſo erkältend wirkend das zweite! Und wenn er ſich auch Mühe gab, das erſte feſtzuhalten, ſo wollte ihm das nicht gelingen, und es verflatterte augenblicklich, um ſich draußen in dem hellen Sonnenglanze aufzulöſen und raſch zu verſchwinden, während das ernſte Bild des ſchönen, jungen Mädchens, wie ſie in ihren Mantel gehüllt, die Piſtole in der Hand, drohend vor ihm ſtand, immer wieder vor ſeine Seele trat. Er fühlte es jetzt deutlich, daß er ſchon früher mit Intereſſe an ſie gedacht, ohne ſich das geſtehen zu wollen. Er war ſich jetzt mit einem Male klar, daß in ſeinem Herzen das Samenkorn einer Liebe geſchlummert, welches bis jetzt nicht erblühen konnte, da er es abſichtlich mit dem Schnee gleichgültiger Ge⸗ danken zugedeckt, welches ſich aber jetzt, von den Strahlen ihres ſchönen, zürnenden Auges erweckt und von der eigenthümlichen Lage, in der er geweſen, plötzlich getrieben, mächtig zu regen begann. Wie ſchmerzlich empfand er