Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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lichen Revolver hielt, in ſtolzer, aufrechter Haltung, das ſchöne, edle Geſicht mit einer leichten Bläſſe übergoſſen, ſonſt aber mit ruhiger Miene und ſicherem, entſchloſſe⸗ nem Blicke.

Wäre aber in dieſem Augenblicke irgend ein Zampa oder Fra Diavolo bis an die Zähne bewaffnet aus dem Kleiderſchranke hervorgekommen, das Erſchrecken der ſchö⸗ nen jungen Dame hätte nicht größer ſein können als jetzt, wo ſie den Flügeladjutanten Seiner Majeſtät, den Grafen Wieneck, erkannte.

Es war eine höchſt peinliche Pauſe, auf's Peinlichſte für alle Anweſenden, für die Gräfin ſelbſt, für ihre bei⸗ den Dienerinnen aus der Garderobe, am wenigſten noch für den Hoflakaien, einen alten, verſchmitzten Geſellen, auf deſſen Geſicht ſich ein eigenthümliches Lächeln zeigte, während er nicht unterlaſſen konnte, ſich bedenklich hinter dem Ohr zu kratzen.

Am ſchnellſten errang die Gräfin Ferrner ihre voll⸗ kommene Faſſung wieder, während ihre auf's Höchſte geſpannten Züge einen finſtern, drohenden Ausdruck an⸗ nahmen.„Herr Major,“ ſagte ſie,„dürfte ich vielleicht vor meinen Leuten um eine Erklärung dieſes höchſt eigen⸗ thümlichen Zuſammentreffens bitten!“— Dazu war aber der Betreffende aus uns wohlbekannten Gründen durch⸗

aus nicht im Stande, und Alles was er thun konnte, Hackländer, Geſchichten im Zickzack. II. 4