Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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der Toilette noch nicht ſo weit vorgeſchritten, wie man gewöhnlich zu ſein pflegt, wenn man Herrenbeſuche an⸗

nimmt.

„Gerechter Himmel, auch das noch!“ dachte er, und es ſchwindelte ihm theils vor der wirklich peinlichen Si⸗ tuation, in der er ſich befand, theils vor dem wunder⸗ baren Bilde jener herrlichen Mädchengeſtalt. Sich jetzt zu zeigen, davon konnte natürlicher Weiſe keine Rede ſein, ja er beſchloß, ſich ruhig zu verhalten, ſich langſam in die entfernteſte Ecke drückend zu bleiben, um alsdann nach einiger Zeit den Verſuch zu machen, rückwärts zu entkommen.

Doch wollte es das Schickſal anders und bediente ſich dazu des kleinlichen Mittels, daß das bewußte ſchwarze Kleid gerade dicht vor ihm hängen mußte. Er fühlte eine Hand ſeine Bruſt berühren, er hörte einen gellenden Schrei, dann die Thüre des Schrankes zuſchmettern und den Schlüſſel im Schranke zweimal umdrehen. Ver⸗ gebens hatte er ſich ſo raſch als möglich vorgedrängt, damit wenigſtens ſeine Uniform erkannt würde, oder daß er ein raſches Wort der Entſchuldigung zu ſprechen ver⸗ möge— vergebens, er ſaß feſt hinter Schloß und Riegel, ein gefährlicher Menſch, der ſich heimlich eingeſchlichen, gegen den man wahrſcheinlich Wache zu Hülfe rief, und dem es jetzt auch unmöglich geworden war, nach rück⸗