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Ferrner; ſie liebte die Veilchen und hieß ſelbſt mit ihrem Vornamen Violetta———— in Gottes Namen— — ſie wird trotz ihrer Eiskälte doch noch eine Spur von menſchlichem Gefühl in ihrem ſchönen Buſen tragen. Machen wir irgend ein Geräuſch und verrathen ſo unſere Anweſenheit.
Er war ſchon im Begriff, mit dem Fuße gegen die Wand zu poltern, als er abermals das Knacken eines Schloſſes hörte, immerhin ein peinlicher Ton in ſeiner Lage, auch drang plötzlich ein blendender Lichtſtrahl in den dunkeln Raum, und in demſelben erkannte er ein außen ſtehendes Kammermädchen, welches, rückwärts ge⸗ wandt, die Frage that:„Sie befehlen alſo ein ſchwarzes Kleid?“
„Ja, Louiſe, eines der einfachſten.“
Beim Klange dieſer Stimme hatte Wieneck die ſchauerliche Gewißheit, daß er ſich im Kleiderſchranke der Gräfin Ferrner befand. Sollte er jetzt ſchon vortreten? — Wenn es ihm nur möglich geweſen wäre, der kleinen Zofe ein Wort zuzuflüſtern; doch durfte er dieß nicht thun, aus Furcht, von der Herrin ebenfalls gehört zu werden; denn als das Kammermädchen die Thüre ein wenig weiter öffnete, um das bewußte ſchwarze Kleid zu ſuchen, ſah er die Gräfin Ferrner keine zehn Schritte von ſich entfernt vor ihrem Ankleideſpiegel ſtehen und in


