Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Daſſelbe eilig und leiſe zu verſchließen war nun ſeine nächſte Sorge, und kaum war dieß geſchehen, wobei er nicht unterließ, auch noch einen Riegel vorzuſchieben, den er zufällig mit den Fingern berührte, blieb er tief auf⸗ athmend, unbeweglich ſtehen, und zwar mit dem höchſt angenehmen Gefühle, aus einer großen Gefahr gerettet zu ſein; denn kaum ſtand er hier ein paar Sekunden, ſo vernahm er, daß auch die Verbindungsthür zwiſchen den beiden Schränken geöffnet wurde, und daß die erſte Kam⸗ merfrau der Königin in den kleinen, halbdunkeln Raum trat, den er ſoeben verlaſſen.

„Ei, was iſt denn das?“ fragte Madame Watters, und gleich darauf hörte er, wie die Kammerfrau der Oberſthofmeiſterin in gleichgültigem Tone ſagte:„Es iſt dieß ein ſchmaler Gang, der nie benutzt wird, weil er am andern Ende zugemauert iſt.“

„Sehr intereſſant,“ gab Madame Watters zur Ant⸗ wort,„ſind das eigenthümliche Geſchichten in dieſem Schloſſe, Gott ſoll mich davor bewahren, mir ein Haus mit ſolchen Schleichwegen bauen zu laſſen!“

„Ach ja, das waren ſo Gebräuche in der alten Zeit, wer weiß, ſeit wie lange dieſer Gang nicht mehr benützt worden iſt; man ſpürt die moderige Luft des langen Verſchloſſenſeins.“

„Gehen wir zurück, meine Liebe, und ſchließen ſorg⸗