Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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als jetzt gerade in der nächſten Thür der Schlüſſel ein⸗ geſteckt wurde und der Riegel des Schloſſes knackend zurückſprang, konnte er ſich nicht enthalten, unwillkürlich eine haſtige Bewegung nach rückwärts zu machen, fühlte aber jetzt zu ſeinem größten Schrecken, daß die Wand des Schrankes hinter ihm nachgab und er in einen dun⸗ keln Raum hinabfiel, allerdings nicht ſo tief, um ſich wehe zu thun, aber tief genug, um ſich im erſten Augen⸗ blicke nicht wieder in die Höhe ſchwingen zu können, und was ihn auch in der nächſten Sekunde davon abhielt, war die Stimme der alten Kammerfrau, welche er jetzt auf's Deutlichſte ſagen hörte:„Das ſind ja förmliche Gemächer, dieſe Kleiderſchränke, und mit welch' geheim⸗ nißvollen Verſchlüſſen, denn hier führt noch eine beſondere Thüre in die Nebenabtheilung.“ Wer konnte daran zweifeln, daß ſich die vorwitzige alte Dame vielleicht abſichtslos, vielleicht aber auch in einer ſehr beſtimmten Abſicht auch noch dieſe Thür öff⸗ nen ließ, und dann war Alles verloren, weßhalb es denn auch Wieneck für ein großes Glück halten mußte, daß ſich ihm unvermuthet ein für ihn vielleicht rettender Aus⸗ weg geöffnet hatte, und auch dieſer Ausweg ſtellte ſich nach einem raſchen Umhertaſten als eine dünne Holzthür vor, welche ſchlecht verſchloſſen geweſen war, oder deren leichtes Schloß er durch ſein Anprallen aufgedrückt hatte.